das dschunibert prinzip

das Schreiben im eigenen Verlag

j: Gefährlichkeiten

Viele schreiben ein Buch. Viele wollen ihr Buch in einem Verlag unterbringen. Wo viel „Wollen“ ist, ist auch viel „Haben“. Sprich: unseriöse Geschäftspraktiken und der Versuch, angehende Autoren über den Tisch zu ziehen. Jede Leistung hat ihren Preis, gewiss, aber sie sollte in einem nachvollziehbaren Rahmen bleiben. Ansonsten nennt man es hinlänglich „Abzocke“. Was bleibt am Ende? Geplatzte Träume und ein leeres Konto.

Wer also schlechte Erfahrungen gemacht oder davon gehört hat, ist hier richtig.

Ein Beispiel aus dem Web
[gefunden von Edith Huber]

Eine Agentur sucht Autoren und schließt mit ihnen einen Vermittlungsvertrag ab, der aus- drücklich keine Vorabkosten verursacht, sondern mit der gängigen Agenturprovision agiert.

Nach ca. zwei Monaten vermittelt die Agentur tatsächlich einen Verlag, der mit dem Autor einen gängigen Verlagsvertrag mit einer Vorauszahlungsvereinbarung für den Autor von 2.100, – Euro abschließt. Dieser Vertrag soll rechtlich einwandfrei sein.

Der Verlag erhält das Manuskript und empfiehlt vor der Veröffentlichung ein Lektorat. Da der Verlag über kein eigenes Lektorat verfügt, empfiehlt man ein Unternehmen aus der Schweiz, mit dem man schon lange und gut zusammenarbeitet. Das schweizer Unternehmen schickt dann wiederum ein Angebot über ein Korrektorat zum Preis von ca. 12.000, – Euro mit dem Hinweis, dass man diese Summe doch als Investition in die Autorenzukunft sehen solle. Und hier schließt sich der Kreis, da der Ge- schäftsführer des Lektorats auch gleichzeitig der Inhaber der Agentur ist.

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