das dschunibert prinzip

das Schreiben im eigenen Verlag

f: die LektorInnen

Wer gerne den Text eines unbekannten und belächelten Schreiberlings lektorieren bzw. korrigieren möchte, der/die soll sich hier in einem Kommentar verewigen. Am besten mit einer WebAdresse – z.B. Blog, WebSite, XING, myspace, usw.

Einen erfahrenen Lektor, eine erfahrene Lektorin zu finden ist eigentlich als Eigenverleger ein Ding der Unmöglichkeit. Einerseits scheitert es an den Kosten, andererseits an deren guten Willen. Da der Ruf von Eigenverlegern generell sehr weit unten rangiert, kann man sich vermutlich vorstellen, dass das Image eines Lektors dadurch nicht gerade aufgebessert wird. Damit bleiben „nur“ noch die hungrigen, jungen Wölfe über, die nach neuen Aufgaben gieren und die nicht untätig bis zum nächsten Verlagsauftrag warten wollen. Dass kleine und mittlere Verlage wissen, wie es mit der literarischen Arbeitswelt bestellt ist, darf nicht verwundern; immerhin müssen auch sie ihre Schäflein ins Trockene bringen und Geld verdienen. Unter uns gesagt: ich war bereit, für mein Lektorat tiefer in die Tasche zu greifen, als es ein mittelständischer Sachbuchverlag in Österreich je tun würde.

Wer einen Text korrigieren lassen möchte, nun, hierzu gibt es vermutlich mehr Möglichkeiten. Jeder, der annähernd mit der deutschen Sprache zu tun hat, wäre dazu im Stande (nach der neuesten Empfehlung der Duden-Redaktion: imstande). Für mich ist es ja eines der erniedrigendsten Momente*, auf etwaige Recht- schreib- und Grammatikfehler hingewiesen zu werden. Die gute CV, zum Beispiel, weigerte sich vor vielen Jahren, mein Manuskript weiterzulesen, weil ich all zu schlampig mit den Dativ (sic!) umging.

Im Manuskript „Tiret“ der Version 2.0, August 07, schrieb ich: „Kommen wir zu meinem Angebot zu sprechen.“ Zugegeben, irgendwie gefiel mir der Satz nicht, aber ich wusste auch nicht, wie ich ihn verbessern hätte können. Als man mir dann diesen Satz ausbesserte, lief ich vermutlich rot an. Wer weiß die Lösung?**

* das muss freilich mit meinem neurotischen Peferktionismus zu tun haben. Hm?! Vielleicht brauch ich ja gar kein Korrektorat, sondern einen Psychologen. Wenn du einen Eigenverleger therapieren möchtest, dann …

**“Kommen wir auf mein Angebot zu sprechen.“ oder „Kommen wir auf mein Angebot zurück.“

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